Was ist ein Shitstorm?

Als Shitstorm wird im deutschen Sprachgebrauch ein plötzliches, massenweises Auftreten von kritischen Äußerungen gegen einzelne Personen oder Institutionen im Internet bezeichnet. Diese von einfachen Beleidigungen bis hin zu handfester Schmähkritik reichenden Negativmeldungen treten sowohl in sozialen Netzwerken als auch in Blogs oder den Kommentarfunktionen unterschiedlichster Internetseiten auf und verbreiten sich dadurch rasend schnell.

Auch massenhafte Dislikes auf YouTube oder bösartig formulierte Hashtags via Twitter sind Phänomene, die im Rahmen eines Shitstorms auftreten können. Für Betroffene zieht eine solche Welle der Entrüstung, die meist eine kaum kontrollierbare Eigendynamik entwickelt, nicht selten eine nachhaltige Schädigung der Reputation nach sich.

Vorbeugende Maßnahmen gegen einen Shitstorm

Gänzlich verhindern lässt sich ein Shitstorm nicht. In einer vernetzten Welt, in der jeder Zugang zu Facebook, Twitter und Co. sowie zu unzähligen Bewertungsportalen und Kommentarfunktionen hat, besteht immer die Gefahr, dass User, die es darauf abgesehen haben, einem Unternehmen oder einer Person Schaden zuzufügen, dies auch erreichen. Mithilfe eines langfristig angelegten lässt sich jedoch verhindern, dass einzelne Meldungen zu stark ins Gewicht fallen und sofort eine Lawine an Aggressivität und beleidigenden Meinungsbekundungen auslösen.

So beinhaltet ein professionelles Reputationsmanagement unter anderem das gezielte Streuen positiver Inhalte in den sozialen Medien sowie auf eigenen Websites. Werden diese vor dem Hintergrund SEO-relevanter Kriterien erstellt, verdrängen sie in gewissem Maße negative Inhalte von den vorderen Plätzen der SERPs. Zudem lohnt es sich, mit verschiedenen Maßnahmen eine treue Fangemeinde aufzubauen, die im Falle des Falles Loyalität und Unterstützung verspricht.

Was tun, wenn der Sturm dennoch losbricht?

Wer Opfer eines Shitstorms wird, fühlt sich der Situation häufig völlig hilflos ausgeliefert. Die Emotionen schlagen hoch – besonders wenn die Kommentare verleumderische Falschmeldungen beinhalten. In einem solchen Fall ist zweifelsohne die Grenze der Meinungsfreiheit erreicht und rechtliche Schritte sollten eingeleitet werden. Aber auch wenn die Hetzmeldungen auf einem wahren Kern beruhen, lässt sich die Entwicklung des Empörungsverlaufs aktiv beeinflussen.

Wichtig sind an dieser Stelle Besonnenheit und Objektivität. Vom Versuch des Löschens negativer Kommentare ist dringend abzuraten, da dies die aufgebrachte Community in der Regel noch zusätzlich empört. Mit einer ehrlichen und glaubwürdigen Kommunikation lassen sich Hassmeldungen häufig wesentlich wirkungsvoller entkräften. Entschuldigungen sind nur angebracht, wenn die Kritik tatsächlich berechtigt ist.