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Jameda Bewertung löschen lassen

Das Bewertungsportal Jameda, auf dem Medizinerinnen und Mediziner anonym bewertet werden können, ist für viele Ärzte Fluch und Segen zugleich. Oft wissen Praxen jahrelang nicht, dass Kunden und anonyme Bewerter ihre Arbeit schlecht bewerten und ihnen dadurch Patienten vorenthalten, die sich sonst für ihre Dienstleistung entschieden hätten. Stoßen sie dann auf das eigene Profil, ist die Reputation bereits deutlich beschädigt. Aber auch neutrale und positive Bewertungen können ungewollt sein, beispielsweise weil das Profil selbst nie angelegt wurde. Das können Ärztinnen und Ärzte tun, wenn sie eine Jameda Bewertung löschen lassen möchten.

Bewertungsportale im Netz sind selten fair gegenüber den bewerteten Dienstleistern aufgestellt. Unter den seriöseren Plattformen sticht Jameda nicht sonderlich hervor, da Praxen und Medizinerinnen und Mediziner gegen ihren Willen bewertet werden können. Die Profile werden automatisch angelegt und nur oberflächlich gepflegt. Eine wirkliche Moderation der Bewertungen kann das seit 2007 aktive Portal nicht leisten, da es dazu mit den Praxen und Kliniken in Kontakt treten müsste. Als eines der größten Portale seiner Art beeinflusst Jameda jedoch deutlich, wie Ärztinnen und Ärzte wahrgenommen werden. Ein schlechter Bewertungsdurchschnitt kann die Reputation der Bewerteten deutlich angreifen.

Was ist Jameda?

Das Portal Jameda bietet Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, ihre behandelnden Mediziner zu bewerten, aber auch wichtige Informationen, wie Öffnungszeiten, Fachbereiche und Anfahrtsdaten einzusehen. Suchen Patientinnen und Patienten beispielsweise nach einem Facharzt für HNO, können sie ihre Postleitzahl in die Suche eingeben und diese auf den Fachbereich begrenzen. Mit einem Klick auf das jeweilige Angebot sehen sie dann, was andere Personen zu dieser Ärztin, zu diesem Arzt, denken und welche Behandlungserfahrungen sie gemacht haben. Dabei vertraut das Portal zunächst darauf, dass Kundinnen und Kunden fair bewerten.

Dass das nicht immer der Fall ist, stellen die bewerteten Medizinerinnen und Mediziner spätestens dann fest, wenn im Rahmen einer Neuausrichtung ihres Marketings eine Mitarbeiterin auf Google nach der Praxis sucht und diese Monitoring zeigt, dass negative Jameda-Bewertungen weit oben in den Suchergebnissen landen. Anonyme Kundinnen und Kunden berichten hier von negativen Erlebnissen, falscher Beratung, mangelnder Behandlung oder dichten den Medizinerinnen Aussagen an, die so nie gefallen sind. Ist das nicht verboten?

Wann Jameda Bewertungen rechtswidrig sind

Natürlich unterliegen auch Bewertungsportale dem deutschen Rechtssystem und müssen Schaden von den zu bewertenden Personen abwenden. Dazu zählen beispielsweise eindeutige Schmähkritiken und nachweislich unwahre Tatsachen, die zu einem Reputationsverlust beitragen. Während Jameda reine Beleidigungen selbst aufspürt und löscht, können unwahre Tatsachenbehauptungen zunächst nicht von dem Portal erkannt werden, da die Plattform weder die Praxen und Kliniken noch den Kunden kennt. Ärgerlich, aber völlig legal sind zunächst einmal anonyme Bewertungen. Patientinnen und Patienten soll durch dieses Feature ermöglicht werden, wahrheitsgemäß zu bewerten, ohne ihre Behandlung in Gefahr zu sehen. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn eine Person auf einen bestimmten Facharzt angewiesen ist, der für seine Fachrichtung der einzig behandelnde Arzt in weitem Umkreis ist. Die Patientinnen müssen also immer wieder zu dieser Praxis zurückkommen, auch wenn sie mit dem Service höchst unzufrieden sind. In diesem Sinne ergibt die grundlegende Möglichkeit zur Bewertung Sinn. Doch spätestens wenn die Ärztin, der Arzt, unsachlich persönlich kritisiert werden oder Äußerungen zu angeblich entstandenen Verletzungen und Folgen durch die Behandlung im Raum stehen, genießt auch der anonyme Bewerter keinen Löschschutz mehr.

Was tun, wenn der Bewertende kein Kunde ist?

Im Januar 2018 entschied das Landgericht Hamburg mit Urteil vom 12.01.2018 – 324 O 63/17, dass Kundinnen auf Google My Business nur dann ein Unternehmen bewerten dürfen, wenn sie dessen Dienstleistung in Anspruch genommen haben. Jameda hat schon früh eine Regelung eingeführt, das verhindern soll, dass völlig Fremde Rufschädigung begehen. Die Nutzer erkennen die AGB an, die festhalten, dass sie wirklich Patientin oder Patient bei dem bewerteten Mediziner sind und müssen eine vollständige Bewertung hinterlassen, statt beispielsweise nur eine schlechte Note zu vergeben.

Das BGH hat mit einem Urteil vom 1.3.2016, VI ZR 34/15 entschieden, dass der Zweifel daran, dass es sich um Patientinnen des bewerteten Mediziners handelt, bereits ausreicht, um die Bewertung anzugreifen. Jameda kontaktiert auf eine solche Beschwerde hin die Person, die eine Bewertung hinterlassen hat und prüft die vorliegenden Dokumente und Stellungnahmen. Belegen diese den Kontakt nicht, wird die Bewertung gelöscht.

Negative Jameda Bewertung löschen lassen

Um eine Bewertung anzufechten, sind also mehrere Schritte notwendig und dem Bewertenden wird immer auch eine Möglichkeit eingeräumt, seine Bewertung zu beweisen. Die Löschung dauert daher in jedem Fall eine gewisse Zeit. Es ist nicht möglich, negative Online Bewertungen sofort und dauerhaft ohne Diskussion löschen zu lassen, Jameda kann die Bewertungen aber bei juristischer Anfechtung zurückhalten, bis die Sachlage geklärt ist. Übrigens sind auch andere Arten der Bewertungsvergabe nicht zulässig. Dazu zählt beispielsweise der Umstand, dass der Bewertende Namen von Mitarbeitenden nennt, sich ausschließlich zu den Kosten äußert oder seine Bewertung erst vier Jahre oder später nach einer Behandlung abgibt.

Medizinerinnen wissen, dass sie eine Pflicht haben, Kunden über die Kosten für eine Behandlung aufzuklären. Deswegen ergeht vor jeder privat gezahlten Behandlung auch ein Kostenvoranschlag an die Patienten, den diese bestätigen, indem sie die Ärzte mit der Behandlung beauftragen. Wer danach die Behandlung als zu teuer empfindet und darum negativ bewertet, ist also im Unrecht. Gleiches gilt für eine Bewertung, die sich ausschließlich zu Mitarbeitenden äußert, also beispielsweise behauptet, eine Medizinerin spreche schlechtes Deutsch, wirke unfreundlich, habe keine Ahnung von ihrem Fach oder habe den Kunden beleidigt. Eine solche Äußerung ist zulässig, wenn die Patienten sie belegen können und in eine Gesamtbewertung einfließen lassen – zumindest dann, wenn es sich um die Praxisinhaber handelt. Mitarbeitende wie Sprechstundenhilfen und Assistenzen können grundsätzlich nicht über das Profil der Ärzte bewertet werden.

Strafbare Äußerungen und Drohungen über Jameda

In seltenen Fällen nutzen Patientinnen und Fremde das Jameda Portal, um Medizinerinnen konkret anzugreifen und zu bedrohen. Hier wird im Idealfall die Äußerung abgespeichert und juristisch verfolgt. Während dieses Prozesses hält Jameda das Beweisstück auf Wunsch zurück. Strafbare Äußerungen, Beleidigungen und üble Nachrede sind auch über Jameda gleichwertig zu ahnden, wie wenn sie persönlich, postalisch oder über die eigene Website erfolgen.